Blitzlichter

Kathrin Hilbers Blog

Spannend

Es gehört sich so. Wenn ich in Bahnhöfen warten muss, lasse ich mich in einer Buchhandlung inspirieren und kaufe mir für die Weiterfahrt ein neues Buch.
In aller Eile konnte ich gestern in der Buchhandlung beim Bahnhof in Zürich ein Buch kaufen. Und dann ging die Zugfahrt nach St.Gallen viel zu schnell. “Es klopft” von Franz Hohler hat mich in den Bann gezogen. Spannend. Franz Hohler führt einem ganz nah zu den beteiligten Personen. Man kann einfühlen und mitempfinden. Gleichzeitig gibt es Momente, die den Blick aus der Vogelperspektive erlauben.
Ich kann das Buch sehr empfehlen…und ich habe es heute fertig gelesen.

10 Reaktionen zu “Spannend”

  1. Alice Gabathuler

    Bevor ich meinen Stimmzettel ausfülle, würde mich interessieren, wie Sie zum neusten Wahlplakat der SP stehen (Atomkraft).

    Alice Gabathuler

  2. Alice Gabathuler

    Es sollte natürlich Wahlzettel heissen :-)

    Und gleich noch eine Anschlussfrage: Was gedenken Sie / Ihre Partei, zu unternehmen, damit das seit 20 Jahren erfolgreiche Lokalradio Ri nicht einfach als “Programmfänschterli” bei Radio aktuell untergeht?

    Freundliche Grüsse

    Alice Gabathuler

  3. Kathrin Hilber

    Sehr geehrte Frau Gabathuler
    danke für Ihre Fragen.
    Ich gebe zu, dass ich Bilder von Zerstörung, Angriff und Kampf nicht mag. Das Bild zum Thema “Atomkraft” der SPS gehört dazu. Trotzdem müssen die Menschen, die sich für die Atomkraft aussprechen wissen, dass es auch den absoluten Supergau zu berücksichtigen gilt. Das kommt in diesem Plakat ungeschönt zum Ausdruck. Das Plakat rüttelt in seiner eigenen Sprache auf und bringt die Gefahr auf den Punkt. Auf dem heutigen Spaziergang habe ich mir überlegt, wie anders ich diesen Gau dargestellt hätte. Ich weiss es nicht. Also: Freude habe ich an diesem Plakat nicht. Die Menschen müssen aber vor einer Entscheidung mit dem Negativen konfontiert werden….so schmerzlich das ist.

    Ihre zweite Frage: Die Regierung hat sich auf Bundesebene immer wieder dafür engagiert, dass wir ein gutes Konzessionsgebiet haben. Wir können aber keinen Einfluss nehmen auf die Verteilung der Konzessionen und auch nicht auf die Geschäftspolitik der Medienunternehmen. Der Staat nimmt übt auchkeinen Einfluss auf die Medienfreiheit aus. Persönlich denke ich, dass eine Sicherung des Radio Ri durch eine Kooperation mit Radio aktuell ein erster Schritt sein kann. Es braucht aber auch Stimmen der Hörerinen und Hörer, die sich gegen den Abbau der Sendeleistung aussprechen. Ich nehme das Thema gerne mit in meine Partei. Vielleicht finden wir zusammen einen besseren Weg.

    Mit besten Grüssen
    Kathrin Hilber

  4. Alice Gabathuler

    Liebe Frau Hilber

    Vielen Dank für Ihre Antworten.

    Zum Plakat: Vielleicht lesen Sie einmal in den SP-Blog der sp-schweiz hinein. Dort sind die Meinungen ziemlich klar - und gut begründet (ich verzichte daher hier in Ihrem Blog darauf). Die Meinungsäusserungen im Blog sollten der Parteileitung eigentlich zu denken geben.

    Zum Radio: Vielen Dank! Es läuft in Sachen Radio Ri eine Petition, ein Komitee hat eine Webseite ins Leben gerufen, und ich hoffe nun, dass sich da einiges tut.

    Freundliche Grüsse

    Alice Gabathuler

  5. Michael Helbling

    Lieber Frau Hilber,

    Ich möchte Sie fragen, ob es nicht gescheiter gewesen wäre für den Kanton St.Gallen ein umfassendes Kulturprogramm aufzulegen als nur in Rapperswil-Jona zu investieren.Indirekt nimmt man ja eine Selektion vor und entscheidet über Geschmack und über das was Kunst ist und was nicht.Und das finde ich als Jungfreisinniger etwas gewagt.

    Was meinen Sie dazu?

    Und wie stellen Sie sich generell der Kulturförderung?

    Und übrigens Kompliment für Ihr Engagement bezüglich politischer Zusammenarbeit.Dies sollte viel mehr der Fall sein.Und leider sind es meistens die Pole welche in tiefsten Grabenkämpfen verharren.Ich hoffe viele PolitikerInnen nehmen sie als Vorbild.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spass und Erfolg.

    Ihr Michael Helbling,Jungfreisinniger NR-Kandidat

  6. Kathrin Hilber

    Lieber Herr Helbling
    vielen Dank für Ihre berechtigten Fragen und Ihr Interessen an der Kulturpolitik.
    Das Kantonsparlament hat sich 2005 mit der Kulturpolitik im Kanton auseinander gesetzt. Dadurch wurde die Grundlage für eine kantonale Kulturpolitik gelegt. Das Kunstzeughaus Rapperswil-Jona ist ein erstes konkretes Projekt, das sichtbar macht, wie diese politischen Grundsätze umsetzbar sind. Selbstverständlich können und müssen auch andere Regionen berücksichtigt werden. Im Moment liegen Projekte für das obere Toggenburg und das Werdenberg vor (Klanghaus und Klangschloss), die zusammen mit den Gemeinden intensiv bearbeitet werden. Unser Ziel ist es, dass es verschiedene Kulturplattformen geben soll, die sich ergänzen. Die Initiative dazu wird meist von Gemeinden und/oder Privaten aus gehen.
    Kultur ist nicht einfach durch den Staat definierbar. Unsere Rolle ist es aber, Rahmenbedingungen zu schaffen und Impulse und Initiativen von “unten” zu unterstützen und mitzuhelfen, sie weiter zu entwickeln. Wenn Sie interessiert sind, kann ich Ihnen eine Dokumentation zur politischen Diskussion von 2005 zukommen lassen.

    Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Wahlkampf und ich hoffe, dass Sie dadurch Freude an der Politik gefunden haben. Schön, wenn wir uns mal begegnen..

    Gute Zeit!

    Kathrin Hilber

  7. Michael Helbling

    Liebe Frau Hilber,

    Vielen Dank für Ihre Ausführungen.Ich wünsche Ihnen ebenfalls viel Erfolg im Wahlkampf.

    Noch eine Frage, die mir unter den Nägeln brennt:Was halten Sie von Stimmalter 16?Überforderung der Jugend oder Jugendförderung und ernst nehmen unserer Anliegen!

    Mit freundlichen Grüssen!

    Ihr Michael Helbling

  8. Sigmund Graf

    Liebe Frau Hilber
    Gerade überlege ich mir, wem ich meine Stimme für die Wahl in den Ständerat geben soll. Mir ist Nachhaltigkeit bzw. der sorgsame Umgang mit unseren Ressourcen Mensch und Umwelt wichtiger den je. Gerne würde ich daher einer Sozialdemokratin mit einem ökologischen Leistungsausweis meine Stimme geben. Soziale und kulturelle Sensibilität finde ich in Ihrem Webauftritt doch wenn ich in der Suchfunktion “Umweltschutz” oder “Klima” eingebe, kommt die Meldung “Nicht gefunden”. In wie weit ist Ökologie für sie ein Thema?
    Freundliche Grüsse
    Sigmund Graf

  9. Kathrin Hilber

    Sehr geehrter Herr Graf
    danke für Ihre Anfrage. Für mich ist ein schonungsvoller Umgang mit unserer Umwelt in jeder Beziehung eine Voraussetzung für eine soziale Politik. Ich setze mich daher seit ich mich politisch engagiere ein für eine ökologische Politik in all ihren Fazetten.
    Da ich von meinen Themenfeldern im Departement des Innern wenig sichtbar damit identifiziert werde, taucht dieses Thema wohl zu wenig präzis in meinem Leistungsausweis aus. Dennoch: wenn wir mit unserer Umwelt nicht gut umgehen, können wir es auch mit den Menschen nicht. Die ökologischen Werte sind für mich auch Voraussetzung für ein gutes soziales Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

    Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit besten Grüssen
    Kathrin Hilber

  10. Kathrin Hilber

    Sehr geehrter Herr Helbling
    die Sache mit dem Stimmrechtsalter ist so eine Sache: persönlich habe ich viel Sympathie für dieses Anliegen,weil ich auch mit den jungen Leuten zu tun habe, die sich im Jungendparlament engagieren. Diesen jungen Leuten möchte man doch das aktive Stimm- und Wahlrecht gönnen. Aber sie sind eben eine Ausnahme. Viele junge Leute zwischen 16 und 18 Jahren sind mit ganz anderen persönlichen Themen belastet.
    Die Regierung hat sich erst kürzlich mit dieser Frage auseinander gesetzt und ist zum gegenteiligen Schluss gekommen, das Stimmrechtsalter 16 abzulehnen. Einerseits werden immer mehr Verbote (Drogen, Gewalt usw) ausgesprochen und die jungen Leute sind in vielen Bereichen sehr stark gefordert (Bildung, Arbeitsmarkt usw.). Sie nun auch vorzeitig in die politische Verantwortumg einzubinden, ohne dass sie auch die aktiven politischen Rechte haben, scheint eine Überforderung und ein gesellschaftlicher Widerspruch zu sein.
    Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, kann ich Ihnen die Antwort der Regierung zustellen.

    Als Regierungspräsidentin schliesse ich mich diesem Entscheid an und habe ihn im Kantonsparlament auch so vertreten.

    Beste Grüsse
    Kathrin Hilber

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