Blitzlichter

Kathrin Hilbers Blog

Jeden Tag eine neue Schreckensmeldung..

Ich erinnere mich gut, wie sehr in den 1990-er Jahren der Ruf nach Deregulierung ertönte. Im Weissbuch namhafter Wirtschaftsvertreter wurden Privatisierungskonzepte gefordert. Möglichst vieles der privaten Intitiative und dem Markt überlassen, das war die Devise noch vor wenigen Jahren. Dieser Neoliberalismus hat dazu geführt, dass die "Freie-Marktwirtschaft-Philosophie" neuen Aufschwung erhalten hat. Die öffentliche Hand plagte sich im selben Zeitraum mit Sparpaketen. Und wenige Jahre später kriechen jene Marktkräfte zum Staat, die ihn vorher geschwächt haben. Die Folge: wir Steuerzahlerinnen und Steuerzahler werden die Zeche bezahlen. Morgen und übermorgen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das stimmt auch in der heutigen Zeit.
Von bedeutenden Wirtschaftsführern höre ich immer wieder der Ruf nach dem interdisziplinären Dialog. Das stimmt. Nur die gemeinsame Suche nach Lösungen zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird uns den Weg aus dem Chaos aufzeigen. Es ist zwar ein beschwerlicher und zeitintensiver Weg, aber er ist der einzige.
Wenn das nicht eine Chance ist?
Margarete Mitscherlich hat einmal gesagt: "Die Zukunft ist weiblich oder es gibt sie nicht".
Das weibliche Element betont das Gemeinsame, das männliche das Trennende. Selbstverständlich sind diese Grundmuster nicht einfach an Frauen und Männer geknüpft, sondern an Persönlichkeitsprofile.
So wird eine geklärte Zukunft von jenen Führungspersönlichkeiten geprägt werden, die beide Dimensionen integriert haben, von Menschen, die im ganzheitlichen Denken und Fühlen zu Hause sind und ihr Verantwortungsbewusstsein auf diesen Prinzipien abstützen.
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